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Annäherung Video
Einladungskarte
Kulturzeitschrift Oktober 2012

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Fotos Melanie Büchel oben
Johanna Muther © Annäherung 2012 Ensemble Tanzufer

ANNÄHERUNG 2012
Tanzstück und Tanzfilm

Künstlerische Leitung /Choreografie: Ursula Sabatin
Tanz: Ensemble Tanzufer        
Michaela Draxler, Helga Burgstaller, Helga Rädler, Elisabeth Nägele, Horst  Nachbaur, Melanie Büchel, Georg Kühne,
Alexander Graf, Reinold Capelli, Maria King, Ursula Sabatin
Film: Aaron Sutterlütte
Choreografie Film:  Maria King, Ursula Sabatin
Choreografie Tanzstück: Ursula Sabatin
Musik: Arno Oehri und Denise Kronabitter, Klanglabor (FL)
Licht und Videotechnik:
Martin Beck technik für kunst -u. kulturprojekte

unterstützt von:
Martin Beck technik für kunst -u. kulturprojekte
Herta Spiegel Grafik
Kulturabteilung Land Vorarlberg
Kulturstiftung Liechtenstein
Veranstaltungskooperation mit Remise Bludenz /Bludenz Kultur

2012, Remise Bludenz
Die Produktion „Annäherung“ choreografiert von Ursula Sabatin
und inspiriert von Antony Gormleys Horizon Field ist eine Besonderheit:
sie verbindet ein Tanzstück des Tanzensembles mit der Präsentation eines Tanzfilms von Aaron Sutterlütte.
In „Annäherung“ gelingt die Begegnung mit den Gormley-
Figuren auf Augenhöhe, der Tanz setzt hinzu und erweitert diesen Raum der Stille in 2039m Höhe.
Das Ensemble entwickelt einen reduzierten Stil, der auf das
Wesentliche verweist, auf ursprüngliches Bewegungsvokabular
wie Gehen, Stehen, Fallen und welches in seiner Wiederholbarkeit eine eigene Dynamik entfaltet. Es entstehen vertraute Bilder in einer Hochgebirgslandschaft – Skulptur und TänzerInnen verschwinden in diesem „Horizon Field“ und bieten doch Ankerpunkte für die Wahrnehmung.
Gemeinsam mit der eigens für das Stück komponierten Musik gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, die die physische und emotionale Sprache des Tanzes in den aktuellen Moment zu übertragen vermag. Zurückgekehrt aus Einsamkeit und Stille der Bergorte schafft das Tanzensemble eine verdichtende Begegnung mit dem Publikum. Die Gesamtkomposition unterstreicht die Interaktion von Skulptur, Tanz und Raum in der Performance.

Komposition: Arno Oehri
Musik: Arno Oehri & Denise Kronabitter, www.klanglabor.li
Instrumente: Steine, Steinplatten, Windspiele, Kotamo, Klangschale, Klangkugel, Klangvase
Zur archaischen Präsenz der Berge, zur still dastehenden Metallskulptur und zu den schlichten und repetitiven Bewegungen der Tanzenden wollte Arno Oehri eine Klanglandschaft mit eben diesen Attributen entwerfen: archaisch, still, schlicht und repetitiv. Schichten, die sich in einem großen Bogen aneinanderreihen, die sich übereinander legen und Dauer haben. Steine, Metalle, schwingende Saiten und Wind sind hörbar, mit einfachsten Mitteln erzeugt, zum Teil aber durch Verlangsamung und Umkehrung verändert, so wie der Mensch seine Umwelt durch seine Präsenz und seine Eingriffe gestaltet und verändert.